Prävention von Rechtsextremismus, Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und Diskriminierung

Schüler/innen, Auszubildende und das pädagogische Personal sollten in der Lage sein, rechtsextremistische und diskriminierende Argumentationen zu erkennen und angemessen dagegen aufzutreten. Unser Motto: Informieren, Argumentieren, Handeln. Dabei sollen folgende aktuelle Fortbildungsangebote helfen.

Argumentationstraining gegen rechtsextreme, rechtspopulistische und rassistische Parolen

Das Argumentationstraining bietet Anregungen für den souveränen Umgang mit alltäglichen diskriminierenden Äußerungen und Verhaltensweisen. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen werden rechtsextreme, rechtspopulistische und andere diskriminierende Äußerungen entkräftet und Hilfen zum Argumentieren und Eingreifen gegeben: Wann ist es sinnvoll zu argumentieren? Wann nicht? Wann setze ich klare Grenzen oder positioniere mich im Sinne eines menschenrechtsorientierten Standpunkts? Wen will ich mit meiner Intervention erreichen? Je nach Situation werden Handlungsmöglichkeiten und Selbstbehauptungsstrategien entwickelt und im Rollenspiel erprobt. Das Training soll die Teilnehmenden ermutigen, ihren demokratischen Anspruch kompetent und konsequent zu vertreten.

uhrDauer: Mindestens 5 Stunden

Rechtsextreme Symbole und Erscheinungsformen

In der Veranstaltung werden die subkulturellen Erscheinungsformen (Symbole, Musik, Kleidung, Publikationen) und aktuelle Argumentationslinien der neuen Rechten und mögliche Gegenargumente vorgestellt. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über das Themenfeld und bietet Raum zum Austausch über Erscheinungsformen und Handlungsmöglichkeiten gegen Rechtsextremismus in berufsbildenden Einrichtungen. Die Veranstaltung kann um die Themen „Recht gegen Rechtsextremismus“ und „Hausordnungen gegen Rechtsextremismus und Diskriminierungen“ erweitert werden. Sie kann sowohl mit Schüler/innenvertretungen als auch mit Lehrer/innen, Ausbilder/innen und pädagogischen Mitarbeiter/innen durchgeführt werden. Zum Seminar ist auch die 24-seitige Broschüre „Kennzeichen und Symbole der rechtsextremen Szene“ erschienen.

Aufgrund der Vielfalt der möglichen Themen wird das Programm in einer Vorbesprechung den Interessen der Teilnehmenden angepasst.

uhrDauer: Mindestens 3 1/2 Stunden

Workshop „Pädagogischer Umgang mit ideologisierten Jugendlichen“

Der pädagogische Umgang mit radikalisierten/ ideologisierten Jugendlichen stellt Lehrer/innen und Pädagog/inn/en in der beruflichen Bildung vor besondere Herausforderungen.
In dem Workshop wird zu Beginn dargestellt, welche Faktoren die rechtsextremistische und/oder die islamistische Ideologie für manche Jugendliche so attraktiv machen, sodass sie sich entsprechenden Gruppen anschließen und die Ideologie ihr Denken und Handeln bestimmen kann. Im nächsten Schritt werden ein Radikalisierungsmodell vorgestellt sowie konkrete Biografien radikalisierter Jugendlicher. Darauf aufbauend können im Anschluss die Möglichkeiten für pädagogische Interventionen und die Grundlagen für die pädagogische Praxis mit ideologisierten Jugendlichen erörtert werden. Die Handlungsräume, die der schulischen Rahmen bietet, werden besonders berücksichtigt. Der Workshop soll die Sicherheit im Umgang mit ideologisierten Jugendlichen erhöhen und helfen, angemessene Lösungen für diese Aufgabe im schulischen Rahmen zu erarbeiten.

Die Referent/innen und Workshopleiter/innen sind hauptberuflich in der Deradikalisierungsarbeit und der Ausstiegsbegleitung tätig.

uhrDauer: Mindestens 4 Stunden

Umgang mit (Rechts-)Populismus in beruflichen Schulen und Einrichtungen – Vortrag, Diskussion und Workshop

Das Thema (Rechts-)Populismus ist eines der aktuellen und zentralen Themen in der öffentlichen Diskussion. In der Fortbildung wollen wir uns durch Vorträge, Diskussionen und Workshoparbeit dem Thema „Umgang mit (Rechts-)Populismus in beruflichen Schulen und Einrichtungen“ annähern.
Die Fragen, mit denen wir uns beschäftigen sind:
Wie ist der Populismus als eine Methode der Politikvermittlung einzuschätzen?
Was sind Besonderheiten des Rechtspopulismus? Ist dieser eindeutig vom Rechtsextremismus abzugrenzen? Ist das für die pädagogische Praxis wichtig?
Wie gehen wir mit Populismus, und insbesondere (Rechts-)Populismus, in der Schule oder berufsbildenden Einrichtung um?
Wie können Lehrer/innen im Unterricht reagieren? Argumentieren, Fragen, Ausgrenzen, Ignorieren?

uhrDauer: Je nach vereinbarten Format zwischen 1 ½ – 6 Stunden.